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Notaufnahme in Essen: Krankenhäuser und ihre Notfallstufe im Überblick

Nicht jedes Krankenhaus in Essen ist für jeden Notfall gleich ausgestattet. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ordnet Krankenhäuser einer von drei gestuften Notfallversorgungsstufen zu – je nach vorgehaltenen Fachabteilungen, Personal und Intensivkapazität. Dieser Artikel zeigt, welche Essener Krankenhäuser welcher Stufe zugeordnet sind.

Wichtig: Bei einem lebensbedrohlichen Notfall – Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen, schwere Atemnot – sofort 112 anrufen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten zuständig. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Triage im Einzelfall.

Was die G-BA-Notfallstufe bedeutet

Seit 2018 ordnet der G-BA auf Grundlage von § 136c Abs. 4 SGB V jedes an der Notfallversorgung teilnehmende Krankenhaus einer von drei Stufen zu: Basisnotfallversorgung (Stufe 1), erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) und umfassende Notfallversorgung (Stufe 3).

Krankenhäuser in Essen nach G-BA-Notfallstufe

Die Reihenfolge ist alphabetisch und stellt keine Rangfolge oder Empfehlung dar.

Krankenhaus Stadtteil Notfallstufe (G-BA) Betten gesamt
Universitätsklinikum Essen Holsterhausen Umfassende Notfallversorgung (Stufe 3) 1.127
Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid Rüttenscheid Erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) 529
Elisabeth-Krankenhaus Essen Huttrop Erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) 531
Philippusstift Essen Borbeck-Mitte Erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) 482
Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel – St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh Kupferdreh Basisnotfallversorgung (Stufe 1) 302
KEM – Evang. Huyssens-Stiftung Essen-Huttrop Huttrop Basisnotfallversorgung (Stufe 1) 410
Alfried Krupp Krankenhaus Steele Steele Basisnotfallversorgung (Stufe 1) 226
St. Josef Krankenhaus Essen-Werden Werden Basisnotfallversorgung (Stufe 1) 165

Die vollständige, laufend aktualisierte Liste aller Essener Kliniken finden Sie unter klinikessen.de/kliniken.

Was diese Einordnung leistet – und was nicht

Zeigt: die vom G-BA veröffentlichte Notfallstufe sowie die Bettenzahl je Haus als strukturelle Kennzahlen.

Zeigt nicht: eine Qualitäts- oder Erfahrungsbewertung. Die Notfallstufe beschreibt das Spektrum behandelbarer Notfälle, nicht die allgemeine Versorgungsqualität. Für Ihre individuelle Situation im Notfall trifft ausschließlich der Rettungsdienst die Entscheidung über die Zielklinik.

112 oder 116 117 – die richtige Nummer

Situation Richtige Nummer
Lebensbedrohlicher Notfall (Herzinfarkt, Schlaganfall, Bewusstlosigkeit, starke Blutung, schwere Atemnot, Unfall) 112
Dringender ärztlicher Bedarf außerhalb der Sprechzeiten, nicht lebensbedrohlich 116 117
Im Zweifel 112

FAQ

Welche Nummer wähle ich bei einem Notfall in Essen? Bei einem lebensbedrohlichen Notfall – Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen, schwere Atemnot – sofort die 112 wählen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten zuständig.

Welche Krankenhäuser in Essen haben eine Notaufnahme? Mehrere Essener Krankenhäuser sind einer G-BA-Notfallstufe zugeordnet, darunter das Universitätsklinikum Essen (umfassende Notfallversorgung), das Alfried Krupp Krankenhaus (Standorte Rüttenscheid und Steele), das Elisabeth-Krankenhaus Essen und das Philippusstift Essen (erweiterte Notfallversorgung) sowie die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel – St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh und das St. Josef Krankenhaus Essen-Werden (Basisnotfallversorgung). Details siehe Tabelle oben.

Kann ich mir das Krankenhaus im Notfall selbst aussuchen? Im akuten Notfall entscheidet der Rettungsdienst gemeinsam mit der Leitstelle, welches Krankenhaus angefahren wird – anhand des Krankheitsbildes, der Entfernung und der aktuellen Kapazität. Bei einer Selbsteinweisung ohne Rettungsdienst können Sie ein Krankenhaus grundsätzlich wählen, sofern es Ihre Erkrankung versorgen kann.

Was bedeutet „erweiterte Notfallversorgung" (Stufe 2)? Krankenhäuser der Stufe 2 halten mindestens vier Hauptfachabteilungen vor, davon mindestens zwei aus der Kategorie A (z. B. Unfallchirurgie, Neurologie, Kardiologie), und können fachabteilungsübergreifende Notfälle wie Schlaganfälle oder polytraumatisierte Patienten versorgen.

Ist ein Krankenhaus der Basisnotfallversorgung schlechter versorgt? Nein. Die Basisnotfallversorgung (Stufe 1) deckt die häufigsten Notfälle qualitätsgesichert ab. Die Stufen spiegeln das Spektrum behandelbarer Notfälle wider, nicht die allgemeine Qualität der Klinik. Bei Bedarf erfolgt eine Weiterverlegung an ein Haus höherer Stufe.


Quellen: G-BA, Gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern (§ 136c Abs. 4 SGB V), Beschluss vom 20.11.2025; G-BA-Qualitätsberichte der genannten Krankenhäuser (§ 136b SGB V); Kassenärztliche Bundesvereinigung, 116117.de; KlinikNRW-Verzeichnisdaten, klinikessen.de/kliniken. Redaktionell geprüft: Juli 2026.

HÄUFIGE FRAGEN
Welche Nummer wähle ich bei einem Notfall in Essen?
Bei einem lebensbedrohlichen Notfall – Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen, schwere Atemnot – sofort die 112 wählen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten zuständig.
Welche Krankenhäuser in Essen haben eine Notaufnahme?
Mehrere Essener Krankenhäuser sind einer G-BA-Notfallstufe zugeordnet, darunter das Universitätsklinikum Essen (umfassende Notfallversorgung), das Alfried Krupp Krankenhaus (Standorte Rüttenscheid und Steele), das Elisabeth-Krankenhaus Essen und das Philippusstift Essen (erweiterte Notfallversorgung) sowie die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel – St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh und das St. Josef Krankenhaus Essen-Werden (Basisnotfallversorgung). Details in der Tabelle in diesem Artikel.
Kann ich mir das Krankenhaus im Notfall selbst aussuchen?
Im akuten Notfall entscheidet der Rettungsdienst gemeinsam mit der Leitstelle, welches Krankenhaus angefahren wird – anhand des Krankheitsbildes, der Entfernung und der aktuellen Kapazität. Bei einer Selbsteinweisung ohne Rettungsdienst können Sie ein Krankenhaus grundsätzlich wählen, sofern es Ihre Erkrankung versorgen kann.
Was bedeutet „erweiterte Notfallversorgung" (Stufe 2)?
Krankenhäuser der Stufe 2 halten mindestens vier Hauptfachabteilungen vor, davon mindestens zwei aus der Kategorie A (z. B. Unfallchirurgie, Neurologie, Kardiologie), und können fachabteilungsübergreifende Notfälle wie Schlaganfälle oder polytraumatisierte Patienten versorgen.
Ist ein Krankenhaus der Basisnotfallversorgung schlechter versorgt?
Nein. Die Basisnotfallversorgung (Stufe 1) deckt die häufigsten Notfälle qualitätsgesichert ab. Die Stufen spiegeln das Spektrum behandelbarer Notfälle wider, nicht die allgemeine Qualität der Klinik. Bei Bedarf erfolgt eine Weiterverlegung an ein Haus höherer Stufe.